Mittwoch, 16. Mai 2012

Das Mädchen am Rande der Stadt

Auf der Leipziger Buchmesse 2012 bin ich auf dieses Buch gestoßen. Es war nicht teuer (12.90€) und auch nicht dick mit seinen 128 Seiten. Außerdem schrieb mir die Autorin Anna Xiulan Zeeck gleich eine persönliche Widmung rein^_^
Es erschien 2011 im Desina Verlag.


 Auf meine Nachfrage ob dies eine Biographie ist sagte man mir, dass es sich zwar um eine erfundene Geschichte handelt, die Hintergründe aber war seien und gründlich recherchiert worden sind. So handelt die Geschichte von einem 12 jährigen chinesischen Mädchens namens Hanli, welches ihr Heimatdorf und ihre Großeltern verlässt, um zu ihren Eltern nach Peking zu ziehen. Sie ist das Kind von so genannten Wanderarbeitern. Ihre Eltern fanden, wie so viele andere, in ihrem Dorf keine Arbeit und zogen in die Großstadt, weil sie sich erhofften dort Arbeit zu finden und Geld zu verdienen. Die Kinder kommen nach einigen Jahren nach, um in Peking eine gute Schule zu besuchen und so eine vernünftige Bildung zu erlangen die sie in ihren Heimatdörfern nicht bekommen. Auch Hanli erhofft sich das. Leider verplatzen diese Hoffnungen und Träume sehr oft, denn es werden viele Dokumente benötigt um die Kinder an den Schulen in der Stadt anzumelden. Die meisten Familien haben diese nicht und das beschaffen dieser Dokumente ist aufwendig und kostet Geld. Geld welches die Familien nicht haben. Denn Wanderarbeiter werden ausgebeutet. Sie arbeiten meistens unter den schwersten und unwürdigsten Bedingungen und verdienen nur sehr wenig Geld. Arbeitsverträge gibt es nicht. Und so ist klar, dass den meisten Kindern dasselbe Schicksal wie ihren Eltern droht...


Ich war schnell fertig mit dem Lesen. Gerade mal zwei Abende brauchte ich. Es war eine interessante Geschichte. Ich hätte nicht gedacht dass in China noch solche Zustände herrschen. Obwohl, warum ist wohl vieles "made in China"? Die Produktionen sind eben günstig. Die Arbeitslöhne sind extrem niedrig und die Leute leisten gute Arbeit. Das ist gut für China, aber schlecht für die Arbeiter die auf diese Arbeit angewiesen sind um ihre Familien zu ernähren. Vermutlich wird sich daran auch in Zukunft nichts ändern.
Die leidtragenden sind wohl die Kinder. Können die keine gute Schule besuchen lernen sie nichts. Und haben am Ende denselben Bildungsstand wie ihre Eltern. 

Die Geschichte endet offen. Man weiß nicht ob es ein Happy-End für Hanli geben werden wird. Das ist auch völlig in Ordnung, denn genau das weiß eben niemand. Die Autorin wollte auf dieses Problem in China aufmerksam machen und das ist ihr gelungen. 

Ich vergebe drei von fünf Sternchen :-)


Das Buch ist gut, hat aber einige Schwächen!






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